Regie: Jean-Baptiste Delafon, Eric Benzekri
Herkunft: Frankreich
Philippe Rickwaert, Parlamentarier und Bürgermeister der nordfranzösischen Stadt Dünkirchen, macht Wahlkampf für seinen langjährigen Freund Francis Laugier, Präsidentschaftskandidat der Linken. Als ein Parteiskandal wegen schmutziger Finanzdeals droht, lässt Francis seinen Ziehsohn jedoch eiskalt fallen, um seinen eigenen Ruf zu retten. Rickwaert ist vernichtet, seine politische Karriere liegt in Scherben.
Doch Schritt für Schritt kämpft er sich wieder hoch und ist fortan davon besessen, sich an Laugier zu rächen. In diesem Rachekosmos unrettbar gefangen, schmiedet Rickwaert die perfidesten Plots, schließt scheinbar absurde Allianzen und ersinnt gefährliche Täuschungsmanöver. So versucht er Francis‘ enge Beraterin Amélie Dorendeu, auf seine Seite zu ziehen, schreckt nicht vor Kontakten mit Kriminellen zurück – und ist immer gleichzeitig Jäger und Gejagter, denn seine inneren Dämonen lassen ihn nicht los… (https://www.themoviedb.org/tv/65430-baron-noir)
Man hatte die Serie als House of Cards in Frankreich bezeichnet und damit hat man nicht ganz unrecht. Schon bei der ersten Folge fängt es richtig schnell an. Philippe Rickwaert und Francis Laugier treffen sich, damit Francis auf die Fernsehdebatte vorbereiten kann. Während der Debatte bekommt Philippe eine Nachricht. Es werden Staatskassen geprüft. Das Problem ist, dass die beiden zusammen Gelder aus schwarzen Kassen genommen haben, um die Wahlkampagne zu finanzieren. Philippe informiert Francis und die beiden einigen sich, dass Philippe selber Gelder eintreiben soll. Ich meine, dass er um eine sechstellige Summe finden muss. Er fährt zu seiner Stadt Dünkirchen (Dunkirk), wo er Freunde und Arbeitende trifft. Sie nehmen selber etwas von den Unternehmenskassen. Trotz dessen hat er nicht das Ganze Geld, wobei ein Teil noch fehlt und bei der Überprüfung meine ich auffällt. Später trifft er sich einer Person von einer rechten Partei, wo er angeboten wird zu fliehen, wenn er Francis verrät. Er lehnt ab. Was mich sehr stutzig gemacht hat ist, dass Philippe und Francis der sozialistischen Partei gehören. Was eine Ironie.
Auf jeden Fall wird es spannend bis zum Ende. Die Musik ist gut und schaut es euch in französischer Sprachausgabe. Das ist viel besser als die deutsche Ausgabe.
In Staffel 2 wird es auch spannend. Philippe muss jetzt anders handeln als in der ersten Staffel, um nicht zu viel zu verraten. Mir hat die Symbolik gefallen wie auch in Staffel 1. Jede Meinung oder Machtstütze wird als Person dargestellt. Wie z. B. der eine Unternehmer? den Philippe Geld gibt oder Vidal, Dupraz, die in der linken Opposition sind gegenüber der Sozialistischen Partei. In Staffel zwei ist das große Thema der Dreikampf, nenne ich ihn mal so, weil der Begriff nicht einfällt. D. h. links gegen Mitte, wobei die sozialistische Partei da zu verorten ist, und rechts. Hier finde ich interessant wie die Charaktere hier handeln und welche Bündnisse eingegangen wird. Das Ende wurde ziemlich gut abgeschlossen. Die Entscheidung der Person war genugtuend.