Kategorie: DOK.fest München 2026

  • Politik ist persönlich

    Thomas Geisel, langjähriger Mitglied in der SPD, beschließt sich in die neue Partei BSW einzutreten. Die Familie, wo er ist, ist lange Jahre in der SPD gewesen. Und man sieht da, wie die Familie sie darum daran damit umgeht, die alle für die SPD sind.

    Man sieht, dass die Familie sehr streitbar ist und offen für Gespräche sind. Ich finde die persönliche Note von Indira Geisel schön. Dabei die Dynamik zu sehen und wie Indira Geisel sich entscheidet. Sie möchte ihren Vater unterstützen, aber merkt wie die Familie entzweit bei der SPD. Trotzdem entscheidet Sie sich aus Überzeugung in der SPD zu bleiben, weil sie der Meinung ist, dass man nicht der SPD den Leuten überlassen sollte. Für mich regt das echt zum Nachdenken. Man kann so viel anderer Meinung sein, aber das politische Handeln kann ja eine andere sein. Ich glaube der Film ist ja wegen der Thematik so wichtig, weil es aufzeigt, dass es andere Weisen gibt wie man handeln kann.

  • Roberto Rossellini – Living Without A Script (2025)

    Die Person, worüber der Film berichtet, ist der Regisseur namens Roberto Rossellini aus Italien, der – wie man im Film sieht – sehr einflussreich für die Filmgeschichte war.

    Bekannt ist er für Filme in der Nachkriegszeit des zweiten Weltkriegs in Italien. Im Film werden nicht nur seine Werke gezeigt, sondern auch, wie seine Filme zwischen Dokumentation und Fiktion stehen. Er hat Filme gemacht, die er als Dokumentarfilme bezeichnet. Mir wurde zuerst gar nicht ganz klar, dass seine Filme Dokumentarfilme sind, aber nach eine Recherche haben diese ja fiktive Elemente.

    Zum Beispiel bei seinem Film über Indien: Dort entschloss er sich, keine klassischen fiktionalen Kinofilme mehr zu machen, wie sie damals üblich waren. Stattdessen wollte er etwas Eigenes schaffen. Das zieht sich auch durch sein Leben.

    Der Film selbst stellt ihn mit Fotos und Interviews aus der damaligen Zeit sehr gut dar. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in seine Gedankenwelt und seine Sicht auf Kunst. Er war ein Künstler mit einer ganz eigenen Haltung zur Kunst an sich. Ich schätze, vieles davon war auch ein Produkt seiner Zeit. Heute sind Dokumentationen mit fiktionalen Elementen nichts Neues mehr, aber damals war diese Trennung zwischen Kino, Fernsehen und Dokumentarfilm noch viel stärker.

    Wenn er am Leben wäre, würde ich ihn fragen, ob Spielfilme eine Relevanz haben. Seine Filme hatten ja fiktive Elemente und es ist nur eine andere Art der Erzählweise in Filmen. Jetzt ist es ja komplett normal, dass es Dokufiktionen gibt.