Regie: Daniela Magnani Hüller
Laufzeit: 91 Minuten
Genre: Dokumentarfilm
Land: Germany
Handlung: Vierzehn Jahre nachdem die Filmemacherin den versuchten Femizid eines Mitschülers überlebt hat, kehrt sie zu den prägenden Momenten und Menschen von damals zurück. Es sind Erinnerungen voller Wärme und Zuversicht, aber auch von Kälte und Brutalität. In einer fragmentarischen, selbstreflexiven Erzählform nähert sie sich dem Erlebten erneut an und begegnet den Personen, die in den drei Jahren um die Tat für sie eine wichtige Rolle spielten: einer Lehrerin, einer ehemaligen Mitschülerin, einem Arzt, einem Staatsanwalt, einer Kommissarin, ihrer Halbschwester und einer Freundin in Brasilien. In den Gesprächen sucht sie nach deren Erinnerungen an die damaligen Situationen – und nach Antworten auf die Fragen, die sie all die Jahre begleitet haben. Die Reise führt sie von München bis nach Rio de Janeiro.
Mit einem Zuschauerblick auf die Person, auf die sich die fragenstellende Person auf die Antwort wartet, überzeugt der Film. Darin ist die Fragestelllerin nicht zu sehen. Diese Szenen sind die besten, wo die Protagonistin und Regisseurin neutral und verständnisvoll gegenüber der Person zu sein. Sie möchte verstehen bzw. die Empfindungen der Personen fragen, nach ihrem Mordversuch einer aus Eifersucht handelnden Person – männlich übrigens.
Das beste an dem Film sind die Interviews, die von Weitem gefilmt werden. Der Fokus liegt nur an die interviewte Person während die Interviewerin nur von hinten zu sehen ist. Ich wünschte es würde mehrere Interviews geben, weil mir das Format so gefällt. Die Übergänge sind in der Mitte des Films etwas zu lang.
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