Regie: Laura Coppens
Laufzeit: 81 Minuten
Genre: Dokumentarfilm
Land: Switzerland, Germany
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Handlung: Der Film folgt den Spuren einer Familie und legt Schicht fĂŒr Schicht die VerschrĂ€nkungen zweier Diktaturen frei. Ausgangspunkt sind GesprĂ€che der Filmemacherin mit ihrem Grossvater, der aus Angst vor GedĂ€chtnisverlust das Schweigen ĂŒberwindet. Der Film begibt sich auf eine Reise durch verschiedene Zeitschichten und beleuchtet mehrere Epochen der deutschen Geschichte â den Nationalsozialismus, die DDR und die Nachwendezeit. Wie sind wir geworden, wie wir heute sind? Ein Film ĂŒber Erinnern, Vergessen und persönliche Verantwortung in einer Diktatur.
Der Film handelt von einer Enkelin und ihrem GroĂvater. Er wurde noch in der NS-Zeit geboren und lebte spĂ€ter auch in der DDR.
Kern des Films ist es, wie er auf diese Zeit zurĂŒckblickt â besonders auf seine Zeit in der DDR und seine Verbindung zur Stasi beziehungsweise zum MfS. Er war ĂŒberzeugter Kommunist und erzĂ€hlt selbst, dass er vieles damals nicht schlimm fand.
Allerdings merkt man im Verlauf des Films, dass er Schwierigkeiten hat, bestimmte Dinge klar auszusprechen oder ehrlich einzuordnen. Teilweise wirkt er vergesslich, teilweise auch ausweichend. Man bekommt das GefĂŒhl, dass er seine eigenen Grenzen und seine persönliche Verantwortung nicht wirklich reflektieren möchte oder ĂŒberhaupt kann.
Es entsteht der Eindruck, dass er manches verschweigt â vielleicht, weil er denkt, dass es nicht wichtig sei. Trotzdem bekommt man nie eine klare Antwort.
Er selbst sagt, er habe nur persönliche EinschĂ€tzungen oder neutrale Notizen abgegeben, also keine subjektiven Urteile gefĂ€llt. Gleichzeitig hĂ€tte ihm aber auffallen mĂŒssen, dass diese Informationen geheim behandelt und von der Stasi fĂŒr ihre eigenen Zwecke genutzt wurden â und dass das Konsequenzen fĂŒr andere Menschen haben konnte.
Sehr interessant fand ich auch das Ende: Der GroĂvater fragt seine Enkelin, ob sie an seiner Stelle vielleicht genauso gehandelt hĂ€tte. Sie antwortet darauf nicht direkt, sondern schweigt. SpĂ€ter erzĂ€hlt sie nachdem Ihr GroĂvater verstorben ist, dass Sie etwas dazu gesagt hĂ€tte, aber geschwiegen hat.
Ich wĂŒrde ihn so gerne fragen was so seine Gewissensgrenzen sind und was er fĂŒr Fehler gemacht hat. Insbesondere in der NS-Zeit, wo er erzĂ€hlt, dass er seinen an der Ostfront verstorbenen Bruder verehrt.
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